SEHR SELTENES PERISKOP WK I
C.P. GOERZ BERLIN

mit 2-fach Okularrevolver mit 10x und 15x Vergrößerung!

Die optische Anstalt C.P. Goerz Berlin wurde von Carl Paul Goerz 1888 gegründet.
Bereits 1891 bekam Goerz die ersten Aufträge zur Fertigung militärischer
Optiken. Goerz wurde Lieferant für das kaiserliche Heeres- und Marineamt.
1903 wurde eine eigene Militärabteilung eingerichtet. C.P. Goerz war weltweit
einer der bedeutensten Hersteller militärischer Optiken im WK I und größter
Konkurrent von Zeiss.

Anfang des WK I war laut Angaben vom Militär ein großer Verschleiß an Scheren-
fernrohren zu verzeichnen. Goerz entwickelte daher 1914 in vereinfachter Form
dieses Periskop mit Okularrevolver zum Wechseln der Vergrößerung von 10-fach
auf 15-fach.

Es ist mit 63 cm um einiges länger als Scherenfernrohre und ohne artilleristische
Einrichtung nur zum Beobachten aus der Deckung gedacht.

Bekannt sind drei verschieden Ausführungen. Mit Hangriff zur freihändigen Be-
dienung, mit Stativdorn zur Verwendung auf Stativ und eine große Ausführung
mit über 1,50 m Länge.

D.R.G.M. = "Deutsche Reichs-Gebrauchsmuster". Der Gebrauchsmusterschutz
wurde am 1. Juni 1891 gesetzlich festgelegt und vom Kaiserlichen Patentamt
am 1. Oktober 1891 eingeführt.

Das Periskop wurde ca. ab 1914 hergestellt und nach Faltermeier nur bis Herbst
1916 erzeugt. Es hat die Seriennummer 992 und ist von der Herstellung diesem
Zeitraum zuzuordnen.

Der Okularrevolver hat zwei Vergrößerungen, 10x/15x. Es ist horizontal drehbar
und rastet bei der jeweiligen Vergrößerung ein. Das Periskop ist 63 cm lang und
wiegt 2,45 kg.

Die Stativaufnahme zum Aufsetzen auf das Stativ.

Der Durchmesser der Objektivlinse beträgt 42 mm.