BESONDERES SAMMLERHIGHLIGHT!
3,30 KG SCHWERES, DRUCKDICHTES
BRONZEFERNGLAS
URMODELL VOM ZEISS U.D.F. 7x50
PROTOTYP!
CARL ZEISS JENA
D.F. 7x50H

MIT FIXFOKUS!

mit Riemen!

Die Aufrüstung der deutschen U-Bootflotte am Beginn vom WK II war eine
besonders dringliche Zielsetzung der Kriegsmarine. Der Einsatz der
U-Bootwaffe gewann zusehends an Bedeutung in der Seekriegsführung.
Die Verwendung von Torpedos war die wichtigste Bewaffnung auf
U-Booten.

Was dringend gebraucht wurde, war eine U-Boot geeignete Zieloptik. Die
bisher entwickelten Zieloptiken waren nur für Überwasser-Schiffe geeignet.
Die Firma Zeiss entwickelte daraufhin das bis 300 m druckdichte Unter-
wasserdoppelfernrohr - U.D.F. 7x50. Bis zur ausgereiften Entwicklung
vom U.D.F. wurden zuerst einige Prototypen angefertigt.

Dieses äußerst seltene Belegstück ist ein Prototyp, ein Vorgänger vom U.D.F.
Im grünen Buch von Hans Seeger werden zwei weitere Prototypen von
diesem Modell vorgestellt. Es wird als D.F. 7x50H bezeichnet und unter-
scheidet sich vom U.D.F. durch die Porro II Prismen mit angekitteter
Bildfeldlinse. Es ist ebenfalls druckwasserfest aus massiver Bronze ge-
baut und wiegt 3,30 kg! Sammlerstücke wie diese sind absolut einmalig
und historisch von größter Bedeutung!

Dieser Prototyp ist von der frühesten Ausführung. Was ursprünglich als eine
Riemenhalterung angesehen wurde, sind zwei Stifte an der Unterseite vom
Prismengehäuse. Nach eingehender Recherche stellte sich jedoch heraus,
dass es sich um die Halterung für die fehlende Schraubachse zur Einstellung
vom Augenabstand handelt. Der Riemen dürfte später angebracht worden sein,
um es als Handfernglas nutzen zu können.

Die Kenngröße ist 7x50. 7-fache Vergrößerung mit 50 mm Okulare. Das Fern-
glas hat ein Porro II Prismensystem mit angekitteter Bildfeldlinse. Die Okulare
sind in der Ausführung mit Fixfokus. Die Sehschärfe ist für das normale Auge
von vier Meter bis unendlich werkseitig eingestellt. Die Optik ist nicht vergütet.

Der linke Deckel trägt das Linsensymbol von Zeiss. "KF" ist die früheste
Kältefettmarkierung, welche ab Mai 1940 eingeführt wurde. Es besagt,
dass das Fernglas mit dem bis -20° kältebeständigen Invarol geschmiert ist.

D.F. 7x50H. D.F. ist die Abkürzung für Doppelfernrohr. Das "H" steht für
die Bildhelligkeit. Die 51a ist eine militärische Evidenznummer. Als Proto-
typ hat es keine Seriennummer, dadurch die Herstellungszeit nicht exakt
bestimmt werden kann. Schätzungsweise könnte es von 1938 bis 1940
oder auch früher gebaut worden sein.

Detailansicht der Fixfokus Okulare. Die Gummiaugenmuscheln fehlen.

Die linke Durchsicht durch das Fernglas! (Die rechte Durchsicht ist durch
einen Prismenschaden leider nicht möglich).

Breite = 19 cm, Höhe = 22 cm, Gewicht 3,3 kg!